NICO/FDOK

Versteckte Entzündungen im Kieferknochen erkennen und behandeln

Chronische Beschwerden, für die sich trotz zahlreicher Arztbesuche keine Ursache finden lässt – viele Patienten kennen diese Situation. Erschöpfung, Gelenkschmerzen, Sehstörungen oder wiederkehrende Entzündungen können unterschiedlichste Auslöser haben. Einer davon wird oft übersehen: versteckte Entzündungen im Kieferknochen, sogenannte NICO oder FDOK. Diese chronischen Knochenentzündungen verlaufen meist schmerzfrei, sind auf Röntgenbildern schwer erkennbar und können den gesamten Organismus belasten. Im Zentrum für Zahnheilkunde Westholstein in Horst setzen wir auf biologische Zahnmedizin und moderne Diagnostik, um NICO und FDOK frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Situation und klären Sie transparent über Ihre Möglichkeiten auf.

WAS SIND NICO UND FDOK?

NICO und FDOK sind zwei Bezeichnungen für dasselbe Krankheitsbild: chronische Entzündungen im Kieferknochen, die häufig unbemerkt bleiben. NICO steht für „Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis", FDOK für „Fettig-degenerative Osteonekrose des Kieferknochens". Beide Begriffe beschreiben eine degenerative Kieferentzündung, bei der Knochengewebe lokal abstirbt und durch fettiges, entzündliches Gewebe ersetzt wird.

Diese Läsionen entstehen meist in Bereichen, in denen der Knochen nicht richtig ausheilt – etwa nach einer Zahnentfernung oder im Umfeld wurzelbehandelter Zähne. Anders als akute Entzündungen verursachen sie in der Regel keine Schmerzen und sind auf herkömmlichen Röntgenbildern kaum sichtbar. Deshalb werden sie oft erst spät oder gar nicht entdeckt.

Die Entzündung bleibt lokal begrenzt, kann aber über Botenstoffe, die ins Blut gelangen, den gesamten Organismus beeinflussen. In der Schulmedizin wurde dieser Zusammenhang lange nicht ernst genommen. Mittlerweile gibt es jedoch zunehmend Hinweise darauf, dass NICO und FDOK bei chronischen Erkrankungen eine Rolle spielen können.

URSACHEN: WIE ENTSTEHEN NICO UND FDOK?

Die Entstehung von NICO und FDOK ist eng mit gestörter Wundheilung im Kieferknochen verbunden. Nach einer Zahnentfernung oder im Bereich wurzelbehandelter Zähne sollte der Knochen normalerweise vollständig heilen. In manchen Fällen bleibt dieser Prozess jedoch unvollständig.

Mögliche Ursachen sind:

  • Wurzelbehandelte Zähne: Tote oder entzündete Zahnsubstanz bleibt im Kiefer zurück und kann chronische Entzündungsprozesse auslösen.
  • Unvollständige Heilung nach Zahnentfernung: Bleibt nach einer Extraktion entzündetes Gewebe oder ein Zahnherd zurück, kann der Knochen nicht richtig regenerieren.
  • Störungen der Wundheilung: Durchblutungsstörungen, Immunschwäche oder Vorerkrankungen können die Heilung beeinträchtigen.
  • Chronische Überlastung: Druck auf den Kiefer, etwa durch Fehlbisslage, kann Entzündungsprozesse begünstigen.
  • Nährstoffmangel durch unzureichend gesunde Ernährung oder fehlende Supplementierung

Das Ergebnis ist eine stille Entzündung – eine degenerative Osteonekrose, die zunächst keine akuten Symptome verursacht, aber dauerhaft Entzündungsbotenstoffe freisetzt. Diese gelangen über das Blut in den Körper und können dort an unterschiedlichen Stellen Beschwerden auslösen.

BESTENS VERSORGT

Unsere Experten für die NICO/FDOK-Behandlung

Dr. Steffen Schmidt

ZAHNARZT

Dr. Jan Tühscher, MSc.

INHABER

Symptome von NICO/FDOK und potenzielle Folgen

NICO und FDOK verursachen im Kieferknochen selbst häufig keine Beschwerden. Die Entzündung verläuft schmerzfrei und bleibt lange unbemerkt. Dennoch kann sie den Körper belasten – über Entzündungsbotenstoffe, die ins Blut gelangen und an anderen Stellen im Organismus wirken.

Mögliche Symptome und Beschwerden, die mit NICO oder FDOK in Verbindung gebracht werden:

• Chronische Erschöpfung und Müdigkeit
• Gelenkschmerzen oder rheumatische Beschwerden
• Kopfschmerzen und Migräne
• Sehstörungen
• Wiederkehrende Entzündungen ohne klare Ursache
• Nervenschmerzen im Gesicht oder Kiefer
• Immunschwäche oder erhöhte Infektanfälligkeit
• Konzentrationsstörungen
• Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck

Wichtig: Diese Symptome können viele Ursachen haben. NICO oder FDOK sind nicht automatisch der Auslöser. Doch gerade bei chronischen Krankheiten, für die sich keine andere Erklärung findet, lohnt sich eine Untersuchung auf versteckte Entzündungen im Kiefer. Die Zusammenhänge zwischen Kieferentzündungen und systemischen Erkrankungen werden zunehmend erforscht. In der biologischen Zahnmedizin spielt dieser ganzheitliche Blick eine zentrale Rolle.

Vorteile der biologischen Zahnmedizin im ZfZW

Im Zentrum für Zahnheilkunde Westholstein arbeiten wir nach den Prinzipien der biologischen Zahnmedizin. Das bedeutet: Wir betrachten Zähne und Kiefer nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit Ihrem gesamten Organismus.

Wir behandeln nicht nur akute Probleme, sondern denken langfristig mit. Unser Ziel ist nicht nur die Entfernung der Entzündung, sondern auch die Prävention – damit NICO und FDOK gar nicht erst entstehen.

Diagnostik: Wie werden NICO und FDOK erkannt?

Die Diagnose von NICO und FDOK ist anspruchsvoll. Auf herkömmlichen zweidimensionalen Röntgenbildern sind die Entzündungsherde oft nicht sichtbar. Deshalb setzen wir im Zentrum für Zahnheilkunde Westholstein auf moderne, dreidimensionale Bildgebung.

Digitale Volumentomographie (DVT)

Klinische Untersuchung und Anamnese

Differentialdiagnostik

Ablauf der Behandlung: Von der Diagnostik bis zur Nachsorge

Die Behandlung von NICO und FDOK erfolgt in mehreren Schritten. Wir nehmen uns Zeit für eine sorgfältige Planung und klären Sie in jedem Schritt transparent auf.

Unser Vorgehen:
  1. Erstgespräch und Anamnese
    Im ersten Termin sprechen wir ausführlich über Ihre Beschwerden, Ihre Vorgeschichte und bisherige Behandlungen. Welche Symptome bestehen? Gab es früher Zahnoperationen oder Wurzelbehandlungen? Wir hören zu, ordnen ein und erklären Ihnen, ob eine NICO- oder FDOK-Diagnostik sinnvoll ist.

  2. Diagnostik mit DVT
    Falls eine Untersuchung angezeigt ist, erstellen wir eine digitale Volumentomographie. Die 3D-Aufnahme zeigt uns präzise, ob und wo Entzündungen im Kieferknochen vorliegen. Sie erhalten eine klare Diagnose und können in Ruhe entscheiden, wie Sie weiter vorgehen möchten.

  3. Behandlungsplanung
    Sobald die Diagnose gesichert ist, planen wir den Eingriff. Wir erklären Ihnen genau, was gemacht wird, wie die Operation abläuft und was Sie danach beachten sollten. Sie haben Zeit für Fragen und entscheiden selbst, wann Sie bereit sind.

4. Chirurgische Entfernung
Die NICO-Entfernung erfolgt ambulant unter lokaler Betäubung. Der Eingriff dauert je nach Umfang zwischen 30 Minuten und einer Stunde. Eine Therapie mit Ozon unterstützt dabei die rasche Wundheilung. Um die Regeneration weiter zu unterstützen, legen wir eine spezielle A-PRF-Membran ein. Es handelt sich dabei um körpereigene Stoffe des Patienten, die aus dem Blutplasma bestehen und viele Wachstumsfaktoren enthalten.

Um Ihren gesamten Körper zu unterstützen, arbeiten wir rund um die Behandlung von NICO/FDOK mit einem Mikronährstoffkonzept. Auf diese Weise kann Ihr Körper bestmöglich regenerieren.

Nach der chirurgischen Entfernung dürfen Sie die Praxis wieder verlassen. Im Anschluss empfehlen wir für 1ein bis zwei Wochen Ruhe.

5. Nachsorge und Kontrolle der Wundheilung
In den Wochen nach der Operation kontrollieren wir die Wundheilung regelmäßig. Sie können uns jederzeit kontaktieren, falls Fragen oder Unsicherheiten auftreten. Unser Ziel ist eine komplikationsfreie Heilung und eine dauerhafte Besserung Ihrer Beschwerden.

 

Prävention: Wie lassen sich NICO und FDOK vorbeugen?

Die beste Therapie ist die Vorbeugung. Mit einem ganzheitlichen Ansatz lässt sich das Risiko für NICO und FDOK deutlich reduzieren.

Sorgfältige Wundheilung nach Zahnentfernung


Kritische Betrachtung von Wurzelbehandlungen


Ganzheitliche Therapie: Das 360°-Konzept

NICO/FDOK behandeln lassen: Ihre Praxis in Horst (Westholstein)

Ob aus Horst, Itzehoe, Elmshorn, Hamburg oder der weiteren Umgebung – Sie sind bei uns willkommen. Im Zentrum für Zahnheilkunde Westholstein behandeln wir NICO und FDOK mit modernen Verfahren der biologischen Zahnmedizin. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Situation, klären Sie transparent auf und begleiten Sie auf dem Weg zur Besserung.

Gerade wenn Sie bereits eine Arzt-Odyssee hinter sich haben oder chronische Beschwerden ohne klare Ursache bestehen, lohnt sich eine Untersuchung. Versteckte Entzündungen im Kiefer können eine Rolle spielen – und eine gezielte Behandlung kann Ihrem Körper helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Sie möchten mehr erfahren oder einen Termin vereinbaren? Kontaktieren Sie uns gern. Wir freuen uns auf Sie.


Häufig gestellte Fragen zu NICO und FDOK

1Verursacht NICO Schmerzen?
In der Regel nicht. NICO und FDOK sind stille Entzündungen, die im Kiefer selbst keine Schmerzen auslösen. Deshalb bleiben sie oft lange unentdeckt. Beschwerden treten meist an anderen Stellen im Körper auf – etwa als Gelenkschmerzen, Erschöpfung oder Sehstörungen.
2Wie sicher ist die Diagnose?
Die Diagnose erfolgt über digitale Volumentomographie (DVT), klinische Untersuchung und Anamnese. Im ZfZW setzen wir dabei auf eines der hochauflösendsten DVT-Geräte auf dem Markt – und kombinieren es mit langjähriger Erfahrung in der NICO- und FDOK-Diagnostik. Mit dieser Kombination aus moderner Technik und spezialisierter Expertise erkennen wir über 99 % aller FDOKs zuverlässig. Eine hundertprozentige Sicherheit liefert letztlich nur die chirurgische Entfernung und anschließende Untersuchung des Gewebes – doch unsere Diagnostik kommt dem so nah wie möglich.
3Wie lange dauert die Heilung nach einer NICO-Entfernung?
Die Wundheilung dauert in der Regel zwei bis vier Wochen. In dieser Zeit sollten Sie körperliche Belastung meiden und auf eine gute Mundhygiene achten. Die vollständige Regeneration des Knochens kann mehrere Monate dauern. Viele Patienten berichten von einer Besserung ihrer chronischen Beschwerden in den Wochen und Monaten nach der NICO-OP.
4Kann NICO wiederkommen?
Wenn die Entzündung vollständig entfernt wurde und der Knochen sauber ausheilt, ist das Risiko gering. Wichtig sind eine sorgfältige Nachsorge und langfristig ein ganzheitlicher Behandlungsansatz, der erneute Entzündungen verhindert.
5Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Kostenübernahme hängt vom Einzelfall ab. In der Regel handelt es sich um eine Leistung der biologischen Zahnmedizin, die nicht von gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen wird. Wir klären Sie vorab transparent über die Kosten auf und unterstützen Sie bei der Klärung mit Ihrer Versicherung.
6Wann sollte ich mich untersuchen lassen?
Eine Untersuchung ist sinnvoll, wenn Sie chronische Beschwerden haben, für die sich keine Ursache finden lässt – vor allem, wenn früher Zähne gezogen oder wurzelbehandelt wurden. Auch bei wiederholten Entzündungen, Erschöpfung, Gelenkschmerzen oder Sehstörungen kann eine NICO-Diagnostik hilfreich sein.